Humor statt Hysterie

Veröffentlicht am 18. Jänner 2026 um 08:25

Politik ist heutzutage wie ein Zirkus ohne Clowns – nur dass die Artisten Anzüge tragen und niemand lacht.

Zwischen Ernsthaftigkeit, Parteirivalität und dem ständigen Jonglieren der Gefühle anderer vergessenen Politiker oft, dass Humor kein Schwächezeichen ist, sondern ein Werkzeug. Ein gut platzierter Witz könnte Spannungen lösen, Debatten entkrampfen und selbst den starrsten Parteifreund dazu bringen, kurz die Augen zu rollen und zu lächeln.

Stattdessen wird jeder verbale Stolperer sofort in Talkshows seziert, als handle es sich um einen Staatsakt. Ein bisschen Selbstironie, ein Augenzwinkern, vielleicht ein Meme – und schon wäre das Image menschlicher, sympathischer, greifbarer. Politiker täte es gut, öfter zu lachen: über sich selbst, über absurde Situationen, über die eigenen Reden, welche oft auch besser verfasst sein könnten. Es würde den Diskurs nicht nur erträglicher, sondern auch kreativer machen.

Natürlich ist Humor kein Allheilmittel, er ersetzt keine Konzepte oder Programme, gerade in der heutigen schwierigen Zeit nicht. Aber einmal ehrlich: Wenn man schon den Alltag der Bürger kompliziert macht, warum sollte Politik dann selbst so steif und langweilig sein? Ein bisschen Witz hier ein Schmunzeln da – und schon fühlt sich Demokratie weniger als ein Pflichttermin und mehr wie ein Gespräch unter Menschen an.

Mein Vorschlag: Humor könnte das Schmieröl für die schwerfällige Maschine der Politik sein. Wer lacht, denkt freier. Wer freier denkt, handelt vielleicht klüger. Wer klüger handelt … nun, der kann zumindest ab und zu herzhaft über sich selbst lachen.

 

Lachen ist die beste Politik – und das einzige Gesetz das nie nervt, Marco Canonica

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