Ich brauche Untertitel
Ich dachte immer, Sprache werde mit dem Alter besser. Wortschatz grösser, Ausdruck präziser, Sätze länger. Dann kam «67» (ausgesprochen ungefähr «sicks sewwen»).
Aktuelle Kolumne
Ich habe deshalb begonnen, neue Wörter diskret zu studieren. Nicht, um sie zu verwenden. Nur um im Ernstfall nicht völlig sprachlos zu sein.
16.08.2026
Ich dachte immer, Sprache werde mit dem Alter besser. Wortschatz grösser, Ausdruck präziser, Sätze länger. Dann kam «67» (ausgesprochen ungefähr «sicks sewwen»).
09.08.2026
In einer Zeit, in der alle über künstliche Intelligenz sprechen, frage ich mich manchmal, warum kaum jemand über den grössten technischen Durchbruch meines Lebens spricht.
02.08.2026
Kürzlich musste ich wieder an Mani Matters wunderbares Lied „Hemmige“ (Hemmungen) denken. Früher lachte ich darüber. Heute frage ich mich manchmal, ob wir nicht genau vom gegenteiligen Problem geplagt werden.
26.07.2026
Ich bin überzeugt, dass Schweizer und Italiener dieselbe Temperatur völlig unterschiedlich erleben.
19.07.2026
Ich habe kürzlich wieder einmal aufgeräumt. Nicht dieses symbolische Aufräumen, bei dem man drei Zeitschriften stapelt. Nein, richtig.
12.07.2026
Ferienfotos haben mit Ferien ungefähr so viel zu tun wie Wahlplakate mit der Realität.
05.07.2026
Ich glaube, mein schlechtes Gewissen arbeitet inzwischen Vollzeit. Es beginnt morgens noch vor dem Frühstück. Kaum sitze ich am Tisch, meldet sich diese innere Stimme:
01.07.2026
Immer wieder werde ich gefragt, weshalb ich ausgerechnet humorvolle, witzige Kolumnen schreibe.
28.06.2026
Als ich kürzlich wieder einmal eines dieser alten Filmchen aus den Siebziger- und Achtzigerjahren sah, musste ich schmunzeln.
21.06.2026
Als ich jung war, hatte ein Telefonanruf noch etwas Magisches. Das Telefon klingelte. Und niemand wusste, wer anrief.
14.06.2026
Ich bin überzeugt und wir wissen es alle: Männer und Frauen kaufen nicht dieselben Schuhe. Sie kaufen nicht einmal dieselbe Idee.
07.06.2026
Der letzte freie Parkplatz ist der Moment, in dem aus zivilisierten Menschen plötzlich mittelalterliche Feldherren werden. Im normalen Leben sagen wir Dinge wie «Nach Ihnen» oder «Kein Problem». Im Parkhaus hingegen entwickeln selbst Yogalehrer innert Sekunden territoriale Instinkte.