Fake News sind wie diese eine Tante auf Familienfeiern: Laut, überall, und man fragt sich immer wieder, ob sie wirklich in der Realität lebt.
Heute erreicht uns ein Katzenvideo, morgen die Meldung, dass der Präsident heimlich Einhörner züchtet – und schwupps, haben wir wieder einmal mehr geteilt, geliked oder geschrien, ohne auch nur einmal zu prüfen, ob’s stimmt.
Die gute Nachricht: Wir werden täglich mehrfach getäuscht – quasi ein kostenloses Abo fürs Staunen, Entrüsten und Kopfschütteln. Die schlechte: Niemand hat Lust auf das Kleingedruckte. Wahrheit? Wer liest schon die Fussnoten, wenn die Schlagzeile schon nach Popcorn schreit?
Meine Lösung: Jeder sollte eine „Fake-News-Detektor-App“ im Kopf haben. Einfach einmal tief durchatmen, Augenbrauen hochziehen und fragen: „Klingt das wie eine Meldung oder wie das Drehbuch für den schlechtesten Hollywood-Film des Jahres?“ Bonuspunkt: Denjenigen markieren, die die Meldung verbreiten, und freundlich fragen, ob sie auch an Einhörner glauben.
Ironie beiseite, aber nur kurz: Wer Falschmeldungen mit Humor und einem Augenzwinkern begegnet, behält wenigstens die Kontrolle über sein eigenes Denken – und über die Popcornration. Und am Ende lachen wir alle, wenn die nächste absurde Schlagzeile durchs Netz galoppiert.
Grüsse beim Scrollen, Marco Canonica
Kommentar hinzufügen
Kommentare