Gott trank auch keinen Sprudel

Veröffentlicht am 15. März 2026 um 08:25

Neulich las ich, dass der Weinkonsum in der Schweiz auf ein historisches Tief gefallen ist. Da stellt sich mir die biblische Frage: Soll ich jetzt Wasser in Wein verwandeln oder Wein in Wasser?

Jesus hat, wie wir wissen, das Wasser in Wein verwandelt. Und zwar nicht für den Ausschank in der Dorfkneipe, sondern bei einer Hochzeit. Genuss, Freude, Miteinander – das waren wohl die Hintergedanken. Wobei, bei sieben Tagen Hochzeitsfeier muss man Prioritäten setzen.

Nun könnte man sagen: Wenn selbst das «neue Testament» den Wein feiert, dann kann ein Glas Pinot zum Znacht ja kaum Sünde sein. Aber: Auch in der Bibel trinkt keiner alleine und keiner im Übermass. Genuss ja, Exzess nein. Wasser und Wein – das ist das eigentliche Dreamteam der Antike. Jesus hätte nie mit einer Magnumflasche allein auf dem Sofa gechillt.

Vielleicht ist also der Rückgang beim Weinkonsum keine Tragödie, sondern ein stilles Wunder: Wir trinken bewusster, weniger, vielleicht besser. Wasser zwischendurch schadet nie – schon die Bibel wusste, wie wichtig ein ausgewogenes Verhältnis ist.

Meine Lösung? Trinkt wie Jesus – nicht allein, nicht zu viel, immer mit einem Lächeln. Und wem das zu moralisch ist: Einfach mal wieder anstossen. Zur Not auch mit Wasser. Die besten Geschichten beginnen schliesslich selten mit einem Salat.

 

Von Marco Canonica

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Kommentare

Ursi
Vor einem Monat

Genuss pur 👍

Knecht Martin
Vor einem Monat

Ich war mal in Kanaan, Israel, wo diese Hochzeit stattgefunden hatte und der Gesellschaft der Wein ausging. Bei mir passierte leider nichts.